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Durch seine aufgeweckte und muntere Art hatte Sebastian bereits in jungen Jahren sehr viel Spaß an sportlichen Aktivitäten. Er probierte sich zunächst im Handball aus. Doch das nötige Interesse, um diese Sportart langfristig zu betreiben, entwickelte sich nicht. Am 1. Mai 1987 entdeckte er beim alljährlichen Umzug eine Gruppe von Radfahrern. So kam er zum Radsport. Seine Eltern setzten sich dafür ein, dass er noch im selben Jahr in der "Radsportgemeinschaft Sonni Sonneberg" aufgenommen wurde. Mit jeder Trainingsfahrt wuchs seine Begeisterung für diesen Sport. Sein erstes Rennen bestritt er in der Altersklasse U13 (unter 13 Jahre). Als die Wende kam, brachte diese viele Veränderungen mit sich, zumal sich sein alter Verein nicht mehr finanzieren konnte und er zum "RC Falke Neustadt" wechselte. Bei einem Rennen in Hildburghausen wurde er erstmals für die Sportschule in Erfurt gesichtet.
Voraussetzung für die Teilnahme am Eignungstest war, bei der folgenden Deutschen Meisterschaft unter den Top 20 zu sein. Trotz seines 22. Platzes durfte er jedoch zum Eignungstest nach Erfurt fahren. Aufgrund der Testergebnisse wurde er aufgenommen. Die Freude war natürlich riesig, obwohl er wusste, dass er ab sofort nur noch am Wochenende nach Hause zu seinen Eltern konnte und in der Woche im Internat leben musste. Somit besuchte Sebastian ab 1994, d.h. ab dem Schulhalbjahr der 8. Klasse, die Spezialschule für Sport in Erfurt. Sein neuer Verein hieß von dem Zeitpunkt an TSV Erfurt (heute: RSC Turbine Erfurt). Von da an konnte er intensiv seiner sportlichen Entwicklung nachgehen.
Mit dem Eintritt in die U23 (unter 23 Jahre) 1998 wurde er gleichzeitig Fahrer des TEAG Team Köstritzer (aktuell Team E-ON) unter sportlicher Leitung von Jens Lang und Gerald Mortag. Dort konnte er nicht nur Rennerfahrung und wichtige Grundlagen sammeln, er lernte auch, was Teamgeist und Durchsetzungsvermögen bedeutet sowie den Umgang mit Erfolgen und Niederlagen. Neben dem Sport kam im Jahre 1996 dem Realschulabschluss sowie 1999 dem Abitur eine große Bedeutung zu. Nach dem Gymnasium absolvierte Sebastian seinen Grundwehrdienst, um anschließend in die Sportfördergruppe der Bundeswehr aufgenommen zu werden, der er 2 Jahre als Sportsoldat angehörte.
Mit dem 2. Platz im WM- Zeitfahren der Espoirs (U23) im Oktober 2001 und der darauffolgenden Vertragsunterzeichnung beim "Gerolsteiner Professional Cycling Team" ging für ihn ein langersehnter Traum in Erfüllung. Dort verbrachte er 7 Jahre seine Profilaufbahn. Zu seinen größten Erfolgen in dieser Zeit zählten unter anderem der Gesamtsieg der Dänemark Rundfahrt, die Gesamtsiege bei der Hessen- Rundfahrt sowie der 3-Länder-Tour. Mit vier beendeten Tour-de-France Teilnahmen wechselte er nach der Saison 2008 in das belgische Pro-Tour Team "Silence - Lotto". Für die zwei Vertragsjahre unter "Silence - Lotto" will vor allem wieder bei der TdF und seiner Paradedisziplin, dem Zeitfahren, überzeugen.
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