Zum Tourauftakt gab es auch für einige Fahrer unseres Teams die neue "Dura-Ace" Gruppe von Shimano. Diese wiegt ca. 200g weniger als der Vorgänger und sieht, wie ihr den Bildern entnehmen könnt, auch sehr gut aus. Nach den ersten drei Renntagen habe ich mich schnell mit dem neuen Schaltverhalten vertraut gemacht. Es gab zwar keine großen Umstellungen zum Vorgänger, aber so ein paar Feinheiten merkt man eben doch. So ist mir aufgefallen, dass der Schaltmechanismus für den Umwerfer nicht mehr die Rasterung besitzt und somit der Schaltvorgang nur noch in einem Zug möglich ist. Das gewohnte Nachjustieren, wenn man das große Kettenblatt einmal drauf hatte, um bei schrägem Kettenlauf ein reiben der Kette am Umwerfer zu verhindern, ist nun passé. Aber nicht, dass ihr jetzt denkt, nun würde die Kette schleifen, wenn man z.B. 53/21 fahren will
(53 Zähne vorne/ 21 Zähne hinten). Nein, der neue Umwerfer hat genau diesen Spielraum schon vorgesehen. Am ersten Bild kann man die neue Kette gut erkennen.
Vor allem hier wurde Gewicht gespart. So sieht man schön, dass zwischen den Kettengliedern länglich gefräste Hohlräume geschaffen wurden. Zur neuen Kurbelgarnitur ist zu sagen, dass die Kettenblätter im Inneren hohl sind. Mir persönlich gefällt der neue Look mehr als der ältere und es gibt nun auch endlich die bekannten nach innen verlegten Schaltzüge, welche bei "Campagnolo" schon immer eine große Beliebtheit hervorgerufen hatten. Der gesamte Brems-Schalthebel lässt sich besser umfassen und mit seiner edlen Carbonverarbeitung ist er den Ingenieuren von Shimano sehr gut gelungen. Die Bremsen greifen zu voller Zufriedenheit, sowohl bei Nässe, als auch im Trockenen.
In ein paar Tagen werde ich dann über die Elektronikschaltung an meinem Zeitfahrrad berichten, welche ich heute beim ersten Zeitfahren der Tour de France 2008 voll unter die Mangel genommen habe. Nur soviel dazu: "Einfach genial"... Morgen geht es auf eine 232km lange "Flachetappe", auf der wir das Gelbe Trikot von Stefan Schumacher verteidigen wollen, welches er sich beim Zeitfahren mit dem Sieg erobert hat.
Bis bald, euer Seppel. |
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