| Von Flandern bis Paris - Roubaix |
| Nun ist die Woche mit den Klassikern Flandern Rundfahrt, Gent - Wevelgem und Paris Roubaix vorbei. Bei der am 06.04.2008 ausgetragenen Flandern Rundfahrt über gut 265km Länge habe ich leider nicht das Ziel erreicht. Nicht nur das schlechte Wetter mit bis zu 4 Grad und Schneeregen haben ein Beenden dieses Rennens unmöglich gemacht. Vielmehr war einfach die Kraft weg und bei Rennkilometer 200 musste ich mich dann geschlagen geben. Doch bereits am Mittwoch, den 09.04.2008, bei dem Halbklassiker Gent - Wevelgem, verlief das Rennen schon um einiges besser. Im Finale vorn dabei zu sein und meine zwei Teamkollegen Heinrich Haussler sowie Peter Wrolich zu unterstützen, hat nicht nur Spaß gemacht, es zeigte mir auch, dass ich nicht soweit weg bin mit meiner Form. Zwei Tage später haben wir uns auf die Strecke von Paris - Roubaix begeben, um dort die Schlüsselstellen mit dem Rad und den Reifen von Schwalbe, welche speziell für dieses Rennen gemacht wurden, zu besichtigen und zu testen. Im Wald von Arenberg hat man dann auch öfter dieses "metallerne" Geräusch wahrnehmen können, wie der Reifen soweit deformiert wird, dass die Felge Kontakt hat mit den berühmten Pflastersteinen dieser Passagen. Nachdem ich dieses Rennen nun schon 5 Mal bestritten habe und noch nie bis auf die Radrennbahn in Roubaix gekommen bin, war dies für mich mein größtes Ziel. So bin ich am Sonntag, den 13.04.2008, auf die Strecke gegangen, um zum einen die an mich gestellten Aufgaben für die Mannschaft zu erfüllen und zum anderen aus eigener Kraft bis Roubaix zu gelangen. Nach zwei sehr schnellen Rennstunden sind wir auf die erste von insgesamt 28 Kopfsteinpflaserpassagen gefahren. Bereits auf der zweiten habe ich einen kleinen Sturz gehabt und musste lange fahren, bis ich wieder zurück im Feld war. Ab der Schlüsselstelle mit dem Wald von Arenberg habe ich einfach nur noch gekämpft und erst bei Kilomter 230 war mir klar, dass ich heute das Ziel sehen werde. Auf den letzten Passagen bei dem Rennen "Die Hölle des Nordens" habe ich nur noch Schmerzen in den Armen und Rücken verspürt. Jeder Stoß war echt unangenehm. Doch das Gefühl, auf die Radrennbahn einzubiegen und es geschafft zu haben, war für mich auch eine Art Erfolg. Bleibt mir nur noch zu sagen - dieses Rennen am Fernseher zu verfolgen ist trotzdem schöner. Bis bald, euer Seppel. |