Nachdem ich dachte, die kleine Erkältung vor Tirreno-Adriatico wieder im Griff zu haben, bin ich voller Freude nach Italien geflogen, um dort weitere Rennkilometer zu sammeln. Leider konnte ich zur fünften Etappe nicht mehr an den Start, da ich am Abend zuvor Fieber bekommen habe und richtig am Boden war. Bedrückt habe ich die Heimreise angetreten und mich am Folgetag bei meiner Hausärztin untersuchen lassen. Mit einem Antibiotika habe ich dann 7 Tage aussetzen müssen und keinen Meter auf dem Rad absolviert. Mailand - San Remo und all die anderen Rennen nun am Fernseher gesehen zu haben, tat mir richtig weh. So gerne wäre ich all die geplanten Renneinsätze gefahren. So gerne hätte ich Stefan Schumacher unterstützt, um das Führungstrikot zu verteidigen, um das erste Zeitfahren in der Saison 2007 zu bestreiten.
Nach dieser Zwangspause bin ich einige Trainingskilometer gemeinsam mit dem T-Mobile Profi Stefan Schreck durch das Thüringer Land gefahren. Schnell habe ich festgestellt, dass vieles vom Aufbau und der Kraft sowie meiner Kondition nun flöten war. Eigentlich hätte ich schon wieder mit dem "GP Warregem" einsteigen sollen, aber dank der Teamleitung konnte ich doch noch ein paar Tage mehr nutzen, um zu trainieren. Denn nach 7 Tagen Ausfall und zwei Tagen Training gleich ein Rennen zu fahren, hätte mit Sicherheit nichts gebracht. Selbst nach gut 6 Tagen neuem, gezieltem Training sind mir die zwei Eintagesrennen in Belgien am 31.03.2007 und 01.04.2007 sehr schwer gefallen. Ohne große Rennhärte und dem Stehvermögen hatte ich schnell meine körperlichen Grenzen erreicht und war dann abgeschlagen. Trotzdem waren die gefahrenen 330km an diesem Wochenende ein weiterer, neuer Schritt zu einem neuen Aufbau, der, wie ich nun hoffe, nicht noch einmal unterbrochen wird.
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