Eindrücke aus Flandern
 
Mit den zwei PRO-Tour Rennen "Ronde van Vlaanderen", wie es auf belgisch heißt, und "Gent-Wevelgem", sind die Frühjahrsklassiker hiermit für mich beendet. Beendet habe ich auch das letztere von diesen beiden Rennen und meine Formkurve scheint langsam zu steigen. Bei der Flandern-Rundfahrt habe ich einmal ein paar Eindrücke von Brugge, dem Startort, mit der Kamera festgehalten. Es sind zahlreiche Fans versammelt, um ihren Autogrammwunsch oder das ein oder andere Bild mit ihrem persönlichen Favoriten zu ergattern. Diese Kulisse ist immer wieder sehr beeindruckend. Man fährt von dem Parkplatz der Teams gute 1000 Meter durch eine abgesperrte Altstadtstraße in der Mitte vom Zentrum der Stadt Brugge und gelangt dann zu einem großen Platz. Hier fährt man auf eine sehr große Bühne hinauf und steht dann vor tausenden von Radsportfans. Man schreibt sich in die Startliste ein und fährt wieder von der Bühne durch die Massen zur Startaufstellung. Fahrer wie Tom Boonen, Andreas Klier, Paolo Bettini, Oscar Freire und andere Stars werden auf der Bühne von einem Sprecher vorgestellt und kurz interviewt. Das Rennen selbst war recht schnell. Das lag aber auch daran, dass selbst hier in Belgien das Wetter sehr gut war. Somit hatten wir sehr wenig Wind und es war vom Start an warm. Für mich war dann nach 200km Schluss, und mit der gesamten Woche kann ich sehr zufrieden sein. So habe ich mehr als 800 Kilometer absolviert und so langsam tut sich auch was mit meinem Leistungszustand.

Zusammen mit meinen Teamkollegen haben wir Montag und Dienstag trainiert und einfach mal die Ruhe genossen, um neue Energie zu tanken. Am Mittwoch stand dann der letzte belgische Klassiker für mich auf dem Rennprogramm und diesen habe ich vorallem sturzfrei zuende gefahren. Da es zahlreiche Stürze in der Abfahrt vom Kemmel-Berg gegeben hat und es selbst mich bei der ersten von zwei Passagen fast erwischt hätte, habe ich dann lieber in Kauf genommen, in der nächsten Gruppe hinter der Spitze zu sein, als mir erneut Blessuren und Wunden zu zuziehen. Lange haben wir die erste große Gruppe vor uns gesehen und sind mit 15 Sekunden hinterher gefahren, aber sind eben nicht mehr an diese herangekommen. Doch nach 215 Rennkilomtern war ich für mich selbst zufrieden und schaue nun weiter nach vorne.

Hier ein paar Bilder und Eindrücke aus Brugge....