Eneco Tour - Benelux Rundfahrt
 
Am 22.08.2007 startete die diesjährige Eneco Tour mit einem Prolog im belgischen Hasselt. Mit 5,1km Länge nicht wirklich ein schweres Stück Arbeit für uns Radfahrer, aber aufgrund der zahlreichen Kurven doch technisch sehr Anspruchsvoll. Leider sind die letzten 30 Rennfahrer im Regen gefahren und da ich kein hohes Risiko in Kauf nehmen wollte, habe ich vor allem in den Kurven sehr aufgepasst. Irgendwie steckt mir der Sturz von der Deutschland Tour doch noch in den Knochen. Oder besser gesagt in meinem Kopf. Mit meinem Ergebnis war ich da dann erst recht nicht zufrieden. Auf den nächsten 6 Etappen durch Belgien und Holland wurde immer sehr schnell gefahren und die Streckenführungen waren zum Großteil wirklich Riskant. Nicht nur Kreisverkehre und andere Hindernisse waren da mal so eben im Weg. Bereits auf der Etappe nach dem Prolog waren nur noch Sven Krauss und ich in einer ca. 50 Mann starken Spitze vertreten und haben hier erneut wertvolle Sekunden am Schlussanstieg verloren. Dieser war zwar nur 600 Meter lang, aber eben nicht das was ich wirklich kann. Bis zum 29.08.2007 dem Abschlusszeitfahren hat sich dann im Gesamtklassement nicht viel getan und mit dem 9.Platz bei dem Abschlusszeitfahren bin ich auch nicht zu 100% zufrieden. Hätte gerne noch mehr gezeigt. Aber eines ist mir selbst jetzt im Nachhinein klar geworden, meine Form wird besser.
                       
Da zwischen der schweren Deutschland Tour und der Eneco Tour auch nur 3 Tage zum erholen war bin ich insgesamt zufrieden mit dem jetzigen Standpunkt meiner Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften in Stuttgart. In den letzten 3 Wochen habe ich gut 2500 Wettkampfkilometer absolviert und auch gut verkraftet. Nun habe ich eine Woche zum regenerieren und dann kommt die Polen Rundfahrt. Hier bin ich sehr gespannt wie s am Ende wirklich um meine Form steht und ob ein Start bei der WM auch Sinn macht. Ich freue mich sehr auf das Rennen, und das obwohl ich gerade im Zug nach Erfurt sitze und erst einmal froh bin diesen Abschnitt hinter mich gebracht zu haben. Denn am Ende ohne Sturz durch Belgien und Holland gekommen zu sein ist schon eine Befriedung an sich. Manchmal hatte ich im Rennen das Gefühl ich bin auf einem Schlachtfeld, denn alle 2 Minuten hat es Situationen gegeben wo es kurz vor einem Sturz war oder eben ein Sturz passiert ist. Es ist schwer zu beschreiben, aber es war wirklich eine reines „Gemetzel“ was da von statten ging. Dann hört ihr wieder nach der Polen Rundfahrt von mir wie es war und ob Stuttgart in greifbarer Nähe ist.

Bis bald, euer Seppel.