Deutschland Tour vom 10.08. - 18.08.2007
 
Die D-Tour 2007 hat mir und dem Team viel Spaß gemacht und mit dem Sieg von Robert Förster, dem dritten Platz im Mannschaftszeitfahren und Davide Rebellin´s 2.Platz waren zudem tolle Ergebnisse.
Für mich war es nach der langen Auszeit das erste schwere und zudem wichtige Rennen. Die Sachsen Tour, mit welcher ich die Saison wieder aufgenommen habe, liegt nun schon wieder weit zurück. Am wichtigsten war mir, zu spüren, dass ich nicht müde bin und mich auch jetzt nach dieser langen Rundfahrt gut fühle. Eigentlich will ich nur damit sagen, dass ich auf dem richtigen Weg bin, diese Saison nicht ganz ohne einen Wink zu beenden. Gern wäre ich auch in einer der vielen Ausreißergruppen gewesen, aber die großen Teams haben sich vor allem auf den Sprintetappen gegenseitig neutralisiert. Mit dem 33,2km langen Zeitfahren, bei dem ich selbst sehen wollte, wo ich zur Zeit stehe, ist mir wieder das Schicksal in die Quere gekommen. Meine Startnummer 13 hat bis zu diesem Tag nie Unglück gebracht, aber als ich nach 300 Metern gestürzt bin, war ich wieder am Boden - wortwörtlich. Am Vormittag habe ich extra die Strecke abgefahren und auch den Start mit dem gleichen Material und fast dem gleichen Speed in diesen zwei ersten Kurven. Wer es im Fernsehen gesehen hat, der weiß, was ich meine. Mir ist mein Vorderrad auf der weißen Fahrbahnmarkierung einfach weggeschmiert und zack ab ins Gitter mit dem Rücken. Die Prellungen und Abschürfungen werden mich wohl nun erneut ein paar Tage begleiten. Ich kann es selbst nicht glauben und ärgere mich so sehr darüber, dass ich nur laut schreien könnte. Aber eines ist klar, noch gebe ich mich nicht auf. Insgesamt sind wir als Team mit den Ergebnissen zufrieden und haben alles gegeben, um bei dem „HEIM-Spiel“ vorne mit zu mischen.

Nun habe ich drei Tage, um zu regenerieren und fahre dann am Dienstag bereits nach Belgien zur Benelux-Rundfahrt. Dort werde ich weiter wichtige Kilometer auf dem Weg Richtung WM in Stuttgart sammeln - und wer weiß, noch ist alles offen.

Bis bald, euer Seppel.