So schnell vergeht die Zeit und eine Woche ist schon wieder vorbei. Von Erfurt bis Oberammergau, über Stock und Stein. Zusammen mit Uwe, meinem Kumpel, ging es innerhalb von 4Tagen nach Oberammergau und dann zurück. Am 13.12.2006 habe ich gegen 08:30Uhr Erfurt hinter mir gelassen. Mit gut 8kg Reisegepäck auf dem Rücken hat eine Tour der besonderen Art begonnen. Über Feldwege, durch Wälder und über Stock und Stein in 7 Tagen.
Der erste Tagesabschnitt führte nach Ilmenau, an der Gera entlang und dann auf den Rennsteig, über Neustadt am Rennsteig bis zum ersten Etappenziel Sonneberg. Nach 6h30min bin ich auch völlig ausgepowert zu Hause bei meinen Eltern eingetrudelt. Die zweite Etappe führte von Sonneberg über Coburg nach Bamberg, wo mir Uwe, mein tapferer Begleiter, entgegen kam. So sind wir gemeinsam ab Bamberg immer am
Main-Donau-Kanal bis Nürnberg/Heroldsberg gestrampelt.
Am nächsten Morgen sind wir bei -2Grad in den frühen Stunden weiter Richtung Süden geradelt, um nach 6 gefahrenen Stunden in Eichstätt anzukommen. Hier haben wir in einer Ferienwohnung auf einem Bauernhof übernachtet und können nur Positives über die Gastfreundlichkeit und die Räumlichkeiten berichten. Sehr sehr zeitig am nächsten Morgen sind wir im Dunkeln zum Bahnhof "Eichstätt-Bahnhof" geradelt, um von hier den Großraum Ingolstadt, aber vor allem München, mit der Bahn zu umfahren. Ab Starnberg sind wir dann erst am See entlang gefahren und später über viele Wald- und Forstwirtschaftswege nach Murnau gelangt. Von hier war es nun nicht mehr so weit bis Oberammergau. Mit einem Glas Glühwein in Oberammergau haben wir den südlichsten Punkt der Reise erreicht. Bei Familie Meiler haben wir Verpflegung und Übernachtung bekommen. Am Abend haben wir alle zusammen das "Krippenspiel" im Volkstheater in München angesehen, wo die beiden Meiler-Jungs, Lukas und Martin, mitgespielt haben. Es war ein sehr schönes Stück und hat mir besonders gut gefallen.
Am Sonntag, den 17.12.2006, sind wir erst nach Oberau bei Garmisch-Partenkirchen gefahren und von dort erneut ein Stück mit der Bahn. Ab Pfaffenhofen ging es dann erst durch Wälder Richtung Nord-Westen, bis wir über Neuburg an der Donau wieder durch Eichstätt gefahren sind. Nun immer dem Altmühltal entlang bis zum Tagesziel Treuchtlingen. Nur die letzten 1-1/2h sind wir dann im Dunkeln gefahren - und genau Ortseingang Treuchtlingen war mein Akku vom Frontlicht alle...und es war bereits schon ein Abenteuer, mit Licht über Feldwege zu strampeln. Bei Freunden von Uwe haben wir dann einen Unterschlupf gefunden und wurden auch hier sehr herzlich aufgenommen. Am Folgetag ging es dann zum Endziel für Uwe, sein Zuhause Heroldsberg. Vorbei am Brombachsee bis Nürnberg, hatten wir auch an diesem Tag noch einmal viel Glück mit dem Wetter. So hatten wir nicht einen Regentag auf dem Bike. Für mich ging es dann ganz spontan ab Nürnberg am gleichen Tag zurück nach Erfurt mit dem Zug. Es waren tolle Tage quer durch Deutschland und mit dem Mountainbike sieht man eben doch auch einmal mehr was neben der Straße so ist.
So bleibt mir nur noch zu sagen, ruhig rauf aufs Bike und einfach mal drauf los.
Bis bald, euer Seppel.
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