Waregem - E3 Preis - Pfeil von Brabant - SRM Positionstest
 
Die erste belgische Woche ist nun vorbei und es war bei Weitem nicht das, was ich von mir selbst erwartet habe. Schon während "Paris-Nizza" habe ich gemerkt, dass ich den Sturz in den USA nicht so leicht weggesteckt habe. Mit drei Tagen Ausfall wäre es eben besser gewesen, nicht bei "Paris-Nizza" zu starten, aber im ersten Moment, als ich gefragt wurde, ob ich fahren kann, wollte ich einfach nur fahren. Die Angst, wichtige Wettkampfkilometer zu verlieren, war da zu groß. Im Hinterkopf hatte ich immer nur, dass ich so eine schwere Rundfahrt für die Frühjahrsklassiker brauche. Wie schon erwähnt, der Sturz war eben doch nicht nur so eine banale Geschichte. Als dann noch die Sitzprobleme dazu kamen und ich erneut drei Tage nicht trainieren konnte, war vieles vom harten Training im Winter weg. Letztlich habe ich mit langen Trainingseinheiten begonnen, um wieder Grundlage und Kraft aufzubauen. Nach einer harten Trainingswoche ging es dann zu den ersten Rennen nach Belgien. Es ist mir wirklich schwer gefallen, im Feld vorne zu fahren und immer wieder mit rein zu halten. Bei den letzten zwei Rennen hingegen war das Feedback schon besser.

Am Sonntag nach dem Rennen bin ich nach Jülich gefahren, wo Uli Schoberer "SRM" seinen Firmensitz hat, um am Montag dann auf der Bahn einen Test zu fahren. Montag Morgen habe ich mir die Firma "SRM" angesehen und das Zeitfahrrad mit einer "Wissenschaftskurbel" von SRM vorbereitet und umgebaut. Dann sind wir gemeinsam nach Büttgen gefahren und haben verschiedene Positionen getestet. Bei 45km/h im Schnitt ist man dann um die 4min gefahren und hat die Daten ausgelesen und analysiert. Das wurde für jede neue Radeinstellung getan und verglichen, welche Position und Einstellung am besten war. Die Übersetzung wurde bei jedem Test beibehalten, genau wie die Geschwindigkeit. So hat man über eine bestimmte Formel die genaue Leistung in Watt errechnen können, welche man bei 45km/h oder bei 50km/h braucht. Dank Uli sowie seinen Helfern und Mitarbeitern hat dies alles hervorragend geklappt und auch Spaß gemacht.

Bis bald, euer Seppel.