Jetzt melde ich mich zurück von der schweren, aber erfolgreichen, Dauphiné Liberé. Mit mehr als 1000 Kilometern und einigen berühmten Bergen, konnte unser Leader "Levi Leipheimer" die Rundfahrt für sich entscheiden. Mit einem super Prolog und dem 4.Platz für mich, fing die 58. Austragung der "Dauphiné Liberé" schon gut an. Auf der ersten Etappe dann gleich ein Etappensieg durch Fabian Wegmann, der so richtig Schwung in das Team brachte.
Da wir keine große Unterstützung anderer Teams am folgenden Tag hatten, musste Fabian sein Leadertrikot leider abgeben, aber unsere gesamte Mannschaft wurde etwas geschont für den Fall, dass Levi in das Leadertrikot fahren sollte. Dann im 47km langen Zeitfahren und auf der Bergankunft am Mont Ventoux war es auch so geschehen. Nun wussten wir alle, dass es ernst wird und wir richtig hart zu arbeiten haben, um das Führungstrikot zu verteidigen. Im Einzelzeitfahren ist bei mir leider nicht mehr als ein 10.Platz herausgesprungen. Als es dann in die Alpen ging und wir den "Col d'Izoard" vor uns hatten, haben wir von Anfang an Tempo gemacht, um keine großen Gruppen oder gefährliche Fahrer weg zu lassen. Ich sage euch, das war echt für alle von uns ein hartes Stück Arbeit, aber irgendwie haben wir es geschafft.
Am 2360m hohen Izoard zeigte Levi erneut, dass er in bestechend guter Form ist und ließ sich nicht von seinen Gegnern abschütteln. Am Tag danach sind wir genau die Etappe gefahren, die dieses Jahr als 16.Etappe auch bei der "Tour de France" gefahren wird. Von Briancon ging es über den "Col du Galibier" 2556m weiter zum "Col de la Croix de Fer" 2067m, "Col du Mollard"1638m und mit Ziel in "La Toussuire" auf 1700m. 169km mit 4389 Höhenmetern, eine absolut schwere Alpenetappe. Wir haben alle gemeinsam wirklich alles gegeben, um Levi so gut wie möglich zu unterstützen - und es hat irgendwie geklappt. Genau das, was wir in unserer täglichen Besprechung vor der Etappe besprochen hatten, konnten wir umsetzen. Und Levi zeigte auch an diesem Tag keine Schwäche und ließ sich am Ende das Trikot nicht abnehmen. Mit so viel Motivation sind wir alle in die letzte Etappe gegangen und wollten das Trikot jetzt nach Hause bringen. Und wie schon am Anfang gesagt: er hat gewonnen. Wenn das nicht ein gutes Zeichen in Richtung "Tour de France" ist.
Da wir eh einmal in Frankreich waren, haben wir am Montagmorgen die Zeitfahrstrecke der diesjährigen "TdF" abgefahren, bevor es dann nach Hause ging. Der Kurs ist anspruchsvoll, aber nicht so schwer wie im letzten Jahr das letzte Zeitfahren war. Nur die Straßen waren nicht sehr gut und dann dieser rauhe Asphalt, da rollt ja nun gar nichts. Für mich, kann ich zusammenfassend sagen, lief es genau wie erwartet, nur etwas mehr Power für die Berge brauche ich noch :-) .
Bis bald, euer Seppel. |
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