Tour of California
 
Das Ende naht und die erste "Tour of California" ist morgen zu Ende. Sowohl auf der 6.Etappe, als auch auf der 7.Etappe, ist es mir gelungen in einer Fluchtgruppe dabei zu sein. Das sechste Teilstück über 173km führt von San Luis Obispo nach Santa Babera und wurde wieder mit zahlreichen Angriffen gestartet. Wir wirbelten ordentlich mit und waren immer vertreten. Bis dann eine Gruppe mit (Jens Voigt, Viatcheslav Ekimov, Nick Reistad und mir) wegfahren konnte. Unser maximaler Vorsprung betrug aber nur knapp über drei Minuten. Aber unsere Ausgangsposition war sehr gut, da wir diese Möglichkeit eines weiteren Angriffs, bereits vor dem Start besprochen hatten. So ging Levi dann am letzten 1.Cat. Berg attackieren und konnte sich absetzen, als er zu uns aufgeschlossen hatte, folgte dann mein Part der Arbeit, ich versuchte das Tempo so lange als möglich hoch zu halten, so das wir uns weiter absetzen konnten von den Verfolgern. Aber in der Abfahrt ist dann wieder alles zusammen gelaufen und am Ende konnte "Big" Georg die Etappe für sich entscheiden. Dennoch haben alle aus dem Team gezeigt wozu wir in der Lage sind und es macht echt Spaß so offensiv zu fahren.

Dann auf der vorletzten Etappe, ging es genauso los wie die Tage zu vor. Heute war Sven Krauss oft in den Gruppen vertreten, aber es hat manchen Teams nicht gepaßt und so wurden diese Ausreißer wieder gestellt. Dann wollte ich eigentlich nur eine weiter Attacke setzen um wieder mit einer Gruppe weg zu fahren. Aber irgendwie war ich dann doch alleine unterwegs und kämpfte lange gegen den Wind und den endlos langen breiten Straßen. Als ich dann 45km vor dem Ziel einen Defekt (Platten) hatte, und der Wechsel fast eine Minute gedauert hat, war meine Motivation etwas im Keller. So fuhr ich zwar weiter aber mir war klar das es nie mehr reicht überhaupt bis zur Runde zu kommen. Denn in der Zwischenzeit haben im Feld die Sprinterteams mit der Nachführarbeit begonnen, und was soll man da alleine wohl machen! Aber als Belohnung habe ich das Trikot für den "Most Aggressive Rider" bekommen. Also hat es sich doch noch irgendwie gelohnt alleine da draußen zu fahren und das Gefühl zu haben gar nicht vorwärts zu kommen. Morgen wird es schnell und mit Sicherheit erneut eine Chance für die Sprinter. Am Montag fliegen wir dann zurück und als nächstes steht "Paris-Nizza" für mich auf dem Plan.

Bis bald, euer Seppel.