| GP Doha - Tour of Katar |
| So die neue Saison hat begonnen, und das nicht im kalten Europa, sondern im warmen Emirat Katar. Bei Durchschnittlich 23Grad war es ein sehr guter Einstieg in eine weitere Saison bei Gerolsteiner. Da es hier außer Kamele, Gas und Öl nicht viel gibt blieb uns im Rennen nur jeden Tag der Kampf gegen den Wind. Keine Berge und keine Wälder nur endlose Sandlandschaften und ewige gerade Straßen. Das Eintagesrennen in Doha, der Hauptstadt Katars, ging es nach 108km für den Belgier Tom Boonen mit einem Sieg im neuen Jahr weiter, nachdem er ja mit einem Sieg im alten Jahr aufgehört hatte. Er deklassierte alle Sprinter, und zeigte eindrucksvoll im Weltmeistertrikot, wie stark er jetzt schon ist. Nach zwei Trainingstagen in Katar begann dann auch die "Tour of Katar". Schon am ersten Tag trennte sich die Spreu vom Weizen, und so gelang es uns nicht mit mindestens zwei im Finale dabei zu sein. Dabei sah es erst gut aus für uns, als sich direkt nach dem Start eine größere Gruppe auf der Windkante gebildet hatte, waren wir mit Robert Förster und mir vertreten. Alles lief so wie es hätte sein sollen, aber gute 50km vor dem Ziel, verschärfte das Team Phonak noch einmal das Tempo und Robert konnte nicht mehr mithalten. Mit meinen Sprintqualitäten, die ich ja nun wirklich nicht besitze, wurde ich am ende leider nur achter. Die gesamten Etappen verliefen fast gleich, Tom Boonens Mannschaft hatte alles unter Kontrolle und so gewann er von fünf Etappen vier, und gewann am Ende auch die Rundfahrt. Für mich war es schwer vom Kopf jeden Tag voll konzentriert zu fahren um den Gesamtrang für unser Team zu halten, auch wenn es am Ende eh keinen Interessiert. Dennoch bin ich erstaunt wie gut ich in die Saison gekommen bin, und hätte nicht gedacht das mir das Skilaufen so viel neue Motivation und Lust am fahren bringt. Aber daran kann man eben sehen dass es "mehrere Wege nach Rom gibt" und man nicht nur Radfahren muss um sich auf eine neue Saison vorzubereiten. Nun folgen weiter Trainingstage in der Heimat, bevor es nach Kalifornien geht um dort noch einmal zu trainieren und dann die "Kalifornien Rundfahrt" zu bestreiten. Mein Fazit ist, ich liege voll im Plan mit der Vorbereitung und war schon lange nicht mehr so hungrig auf Rennen und um Siege zu fighten. |