Mit der Dauphiné Liberé habe ich das letzte große Rennen vor der Tour de France hinter mich gebracht. Mit über 1000km Gesamtlänge und vielen bekannten Anstiegen, ist es eine sehr harte aber gute Vorbereitung auf die Grand Boucle durch Frankreich. Auf den ersten zwei Etappen haben Heinrich Haussler und ich unsere Freiheiten ausgenutzt, um im Sprint das ein oder andere Ergebnis zu machen, da wir keinen Sprinter in unseren Reihen hatten. Bei dem langen und schweren Zeitfahren wollte ich selbst sehen, wo ich stehe und bin mit einem 10.Platz und vor allem der Zeit sehr zufrieden. Insgesamt war es eine sehr anspruchsvolle Rundfahrt. Sie hat mir gezeigt, dass sich das Höhentraining gelohnt hat und meine Schwächen am Berg etwas geschwunden sind.
Am 19.06.2005 war dann zum ersten mal ein Mannschaftszeitfahren, das im niederländischen Eindhoven ausgetragen wurde. Vor einigen Jahren bin ich noch in der Jugend- Juniorenklasse einmal im Jahr ein 4er Mannschaftszeitfahren gefahren.
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Mit dem Beginn der U23 und in den ersten 3 Profijahren habe ich so ein sportliches Ereignis nicht mehr miterlebt. Zwar sind wir im vergangenem Jahr ein Mannschaftszeitfahren bei der Tour de France gefahren, aber eben während einer Rundfahrt. Nun sieht es aber so aus, als gäbe es nicht nur mit der PRO TOUR ein neues Rennfeld, sondern auch wieder alt beliebte Disziplinen wie eben ein Mannschaftszeitfahren. Man sollte an dieser Stelle sagen, dass diese Disziplinen auch eine olympische Disziplin war und es schön ist wieder einen solchen Wettkampf bestreiten zu können.
Mit Sven Krauss, Torsten Schmidt, Uwe Peschel, Markus Fothen, Michael Rich und mir haben wir ein super Team am Start gehabt. Als Starter habe ich probiert nicht zu schnell aber auch nicht zu verhalten los zu fahren, da die Gesamtdistanz ja nur 48km betrug. An der ersten Zwischenzeit haben wir mit 4 Sek auf Phonak die zweitbeste Zeit gefahren. Jedoch ist es uns gelungen, durch geschlossene Tempoverschärfung bis zur zweiten Zwischenzeit die Führung zu übernehmen. Dadurch haben wir zuerst Sven Krauss verloren und dann Markus Fothen. Auf den letzten 12km haben die übriggebliebenen 4 alles gegeben, um ganz vorne anzukommen. So habe wir den ersten PRO TOUR Sieg eingefahren und waren alle recht happy. Es war ein tolles Gefühl, nach den Strapazen ganz oben zu stehen und erfahrene Teams hinter sich gelassen zu haben. In diesem Sinne freue ich mich nun auf die letzten zwei Rennen und vorallem auf die TOUR DE FRANCE. Bis bald, Seppel.
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